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Kulturpreis

GTEV “Edelweiß” Hammerau-Ainring, Ainring, Berchtesgadener Land, Bayern

Trachtenverein „Edelweiß" erhält Kulturpreis der Gemeinde Ainring

Feierliche Urkundenüberreichung durch Bürgermeister Hans Eschlberger beim Festabend zur 90-Jahrfeier im Festzelt

Mit laufenden Höhepunkten im Bekenntnis zu urwüchsigem Brauchtum, überzeugend und gekonnt vorgeführt auf der Festzelt-Bühne mit Tanz und Plattler aller Trachtengruppen, akustisch in Gesang und Musik klangvoll aufgezeigt, sowie in Treue heimatlicher Verbundenheit und Zusammenhalt dokumentarisch in Ansprachen verdeutlicht, glänzte der sehr gute besuchte Festabend am vergangenen Samstag zur 90-Jahrfeier des Trachtenvereins „Edelweiß" Hammerau-Ainring,

„Ehre wem Ehre gebührt" - so könnte man in diesem festlichen Zusammenhang den Beschluss des kulturell sehr aufgeschlossenen Ainringer Gemeinderates bezeichnen. Denn die Überreichung des Kulturpreises an den Jubiläumsverein durch 1. Bürgermeister Hans Eschlberger, zugleich auch Schirmherr der mehrtägigen Veranstaltung, erfolgte beizeiten mit einstimmigem Beschluss und war Bestandteil dieses beeindruckenden Jubiläumsabends.

Moderator Hansl Auer kündigte in seiner urwüchsigen, schwungvollen, informativen und heiteren Art das Ereignis an. Hans Eschlberger übernahm danach das Mikrophon, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es ihm persönlich eine große Freude und Ehre sei, den Kulturpreis der Gemeinde Ainring in diesem festlichen Rahmen an Trachtenvereinsvorstand Peter Edfelder überreichen zu dürfen.

Der Kulturpreis sei seitens der Gemeinde in Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die vorbildliche Leistung und den Einsatz der Trachtlerinnen und Trachtler im GTEV „Edelweiß" Hammerau-Ainring von seiner Gründung 1922 bis zum heutigen Tag im Jahre 2012, argumentierte er.

„Ihr habt euch mit Stimme, Herz und Hand erfolgreich für unsere heimatliche Kultur eingesetzt und deren tragende Werte und Ideale über Generationen hinweg den verdienten Stellenwert gegeben", betonte das Gemeindeoberhaupt. Er nannte Hansl Auer hinsichtlich der Pflege und Einbeziehung des Kulturgutes „Volksmusik" als Glücksfall, den diese Aufgaben und Ziele seien die vorrangigen Aufgaben jeden Trachtenvereins im Gauverband. Der GTEV „Edelweiß" habe durch sein Auftreten bewiesen, dass Weltoffenheit und Heimattreue keine unverbrüderlichen Gegensätze seien.

Was Eschlberger auch so euphorisch stimmte, ist der Aspekt, dass sich der Jubelverein trotz seines 90-jährigen Lebensalters nie vom Zeitgeist vereinnahmen lassen hat, sondern nachhaltig und unbeirrt Sitten und Brauchtum pflegt, und die Tracht in Ehren hält. Gleichermaßen werden Werte und Ideale an die jüngere Generation weitergegeben. Mit dem Schlusssatz „Ihr habt damit wesentlich dazu beigetragen, dass der Heimatgedanke bei uns nicht gedankenlos gebraucht, sondern wirklich gelebt wird – und dies von der Vereinsgründung 1922 bis zum heutigen Tag", schloss der Gemeindechef seine Ansprache nicht ohne ein herzliches „Vergelt´s Gott" zu sagen für alles Geleistete, verbunden mit dem zukünftigen Wunsch des Glücks und Gottes Segen.

Hans Eschlberger übergab dann die große mit feinem Edelholz gerahmte Urkunde an Trachtenvorstand Peter Edfelder und verlas den Urkundentext. „Die Gemeinde Ainring verleiht dem Trachtenverein GTEV Edelweiß Hammerau.Ainring den Kulturpreis für bedeutendes Wirken in seinem 90-jährigen Bestehen zur Wahrung heimatlicher Kultur, für Schutz und Pflege gewachsener Traditionen, verknüpft in Brauchtum und Volksmusik sowie Weitergabe von Werten und Idealen an die jüngeren Generationen." Edfelder nahm Urkunde und das Kuvert mit finanziellem Inhalt gerne entgegen, dankte allen, die sich eingesetzt hätten, dass der Trachtenverein Hammerau-Ainring diese ehrenvolle Würdigung in solch großem öffentlichem Rahmen erhalte. Die Ehrenurkunde werde eine gebührenden Platz erhalten.

Hansl Auer konnte es sich in weiterer beschwingter Programmfortsetzungs-Moderation frohgelaunt nicht verkneifen, „dass – wenn`s so weit ist - unser Bürgermeister sicherlich mal in den Kulturhimmel kommt." Den unterhaltsamen Abend unter der musikalischen Umrahmung der Musikkapelle Ainring unter dem Dirigat vom Mathias Wiesbacher verließen nach mehrstündigen trachtlerischer Darbietungen die Besucher zum offiziellen Ende eigentlich nur zögernd.

 

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