Berichte

Kultursommer 2025

„Edelweiß“-Brauchtumsabend in Ainring
Plattler, Tänze und Stubnmusi beim Kultursommer

Ainring. Großes Wetterglück hatte der Trachtenverein „Edelweiß“ Hammerau-Ainring, denn er konnte im Rahmen des Ainringer Kultursommer, seinen Brauchtumsabend auf der Bühne im Freien am Vereinsheim abhalten. Gute Stimmung herrschte beim Publikum, welches Brauchtumstänze und Schuhplattler und Volksmusik geboten bekam. Volksmusikpfleger und Radiomoderator Hansl Auer führte durch das Programm.

Von den dichten Wolkenhimmel kam kein Nass und so präsentierte die Aktivengruppe zum Auftakt den Plattler „Amboss-Polka“. 1. Trachtenvorstand Bernhard Dusch freute sich sehr über den Zuspruch der Veranstaltung. Unter anderem begrüßte er Altbürgermeister Hans Eschlberger, die Gemeinderäte und vor allen die Kinder, Jugendlichen und Aktiven vom Verein. Für das Mittun dankte er allen und gab noch Hinweise zur Verpflegung.

Edelweißehrenmitglied sowie Gauehrenmitglied Hansl Auer führte anschließend durch das Programm. Zur „Olympia-Polka“ meinte er, es sei schon über 50 Jahre her, dass in München die Olympiade war und die Melodie sei kreiert von der Sternpolka.
Ziacherer Bernhard Bliem begleitete den Einmarsch, die Plattler, Dreher und Figuren bei diesem Tanz.
Hernach tanzte und sang die Kindergruppe „Hansl tanz mit mir“ und wurde dabei musikalisch begleitet von Martin Bader jun. und Stefan Steiner (beide Ziach).
Hansl Auer gab noch kund, dass der 1. Heimatabend in Ainring bei dem längst abgerissenen Neuwirt stattfand und Ludwig Eschlberger der Vorplattler von der Akivengruppe war.
Die junge Ainringer  Stubnmusi in der Besetzung Melina Dusch (Hackbrett), Martin Bader jun. und Stefan Steiner (beide Ziach) sowie Maria Bader (Gitarre) erfreuten das Publikum mit der „Stoariegler Polka.“
Nach einem Plattler der Jugend sang und tanzte die Kindergruppe bei „Herr Meier kam geflogen“, wobei hier nur ein Bub zusammen mit 19 Dirndl mitwirkte.
Hansl Auer bedankte sich bei den Kindergruppenleiterinnen Lisa Bader und Teresa Eberl sowie bei Jugendleiter Matthais Schweiger.
Zum 100-jährigen Bestehen des GTEV „Edelweiß“ studierte die Aktivengruppe den „Jubiläumstanz“ ein und präsentiere diesen auch an diesem Abend.
Sechs junge Paare marschierten mit je einem Laubenbogen auf die Bühne und bildeten bei der Aufführung eine kleine Laube, dann eine Mittlere und eine Große. Schließlich bildete das erste Paar ein Tor und die restlichen Paare folgten. Alle Paare gingen durch, nachdem der erste Bogen gesenkt wurde, verließ man unter Beifall die Bühne. Zu diesem Tanz ergänzte Sprecher Hansl Auer, dass es seit 50 Jahre diesen gebe, und dem Schäfflertanz in München nachempfunden sei. Er rief etliche Namen von Trachtlern in Erinnerung, die vor 50 Jahren aufgetreten waren, so etwa der auch anwesende Hubert Butzhammer.
Vom Musikensemble war dann der Walzer „Da Mondscheinige“ zu hören.
Hansl Auer war ja früher auch mal Vorplattler und er erinnerte an das Jahr 1973, wo der Verein Auftritte auf der Insel Jersey (Kanalinsel) hatte. Er musste einen Vertrag unterschreiben zu Auftritten vormittags und am Abend, und dass sich die Gruppe ordentlich verhält. Mit dem Figurentanz dem „Mühlradl“ präsentierte sich hernach die  Jugend- sowie die Aktivengruppe .

Auer dankte Bernhard Bliem für dessen Spiel, besonders bei der Olympiapolka, welche nicht so leicht sei.
Hansl Auer juckte es in den Fingern und er spielte zusammen mit Bliem den „Zwoa-Steirer“. Bei diesem Tanz traten die Buam ohne Hut auf, weil dieser bei den vielen Figuren stören würde.
Der jeweilige Bua und sein Dirndl zeigten das Werben und Spielen rund um die Liebe anhand von Figuren und hatten sichtlich Spaß bei dem Auftritt. Die Aktiven plattelten anschließend noch das „Birkenstoana Glöckei“.
Hansl Auer bedankte sich im Namen des Trachtenvereins fürs Kemma und aufpassen und heiß noch den seit Beginn anwesenden Vereins- und Kulturreferenten der Gemeinde Ainring Alois Lechner willkommen.

Den Schlusspunkt setzte die Ainringer Stubnmusi mit dem Stück „Woidinger Boarischer. Die Zuschauer waren noch zum weiteren Verweilen eingeladen.

Andreas Pils